Wie Sie nach einer Kündigung die richtige Krankmeldung und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einreichen – Schritt-für-Schritt für Arbeitnehmer
Nach einer Kündigung stellt sich oft die Frage, wie Sie eine Krankmeldung oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung korrekt einreichen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen klar und strukturiert, welche Schritte Sie beachten müssen, um Ihre Rechte zu sichern. Wir erklären, wie Sie Fristen einhalten, an wen Sie die Bescheinigung schicken und welche Fehler Sie vermeiden sollten. So bleiben Sie auch in einer belastenden Situation ruhig und wissen genau, was zu tun ist.
Wie Sie nach einer Kündigung die richtige Krankmeldung und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einreichen – Schritt-für-Schritt für Arbeitnehmer
Eine Kündigung ist für viele Arbeitnehmer eine belastende Situation. Kommt dann auch noch eine Krankheit hinzu, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und genau zu wissen, wie Sie richtig vorgehen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt-für-Schritt, wie Sie nach einer Kündigung eine Krankmeldung oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung richtig einreichen, damit Sie Ihre Ansprüche wahren und Missverständnisse vermeiden.
1. Warum ist die korrekte Krankmeldung nach Kündigung so wichtig?
Eine Krankmeldung nach Kündigung hat weitreichende Folgen – sowohl für Ihren Anspruch auf Lohnfortzahlung als auch für die rechtliche Bewertung der Kündigung. Fehler können zu finanziellen Nachteilen führen oder Ihre Rechtsposition schwächen.
Wichtige Punkte:
- Arbeitgeber muss unverzüglich über Krankheit informiert werden
- Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) muss fristgerecht vorgelegt werden
- Kündigungsfrist und mögliche Sperrzeiten sollten beachtet werden
2. Unterschied zwischen Krankmeldung und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Krankmeldung
Die Krankmeldung ist Ihre Mitteilung an den Arbeitgeber, dass Sie krankheitsbedingt nicht arbeiten können. Sie muss „unverzüglich“ erfolgen, also sobald Sie wissen, dass Sie krank sind.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU)
Die AU ist das ärztliche Attest, das Ihre Arbeitsunfähigkeit offiziell bestätigt. Es ist die formale Bestätigung, die der Arbeitgeber benötigt, um Ihre Abwesenheit anzuerkennen.
3. Schritt-für-Schritt Anleitung: Krankmeldung und AU nach Kündigung einreichen
Schritt 1: Krankheit unverzüglich melden
- Informieren Sie Ihren Arbeitgeber sofort am ersten Krankheitstag telefonisch oder per E-Mail
- Geben Sie an, dass Sie krank sind und wie lange die voraussichtliche Dauer ist
Schritt 2: Arzttermin vereinbaren
- Suchen Sie möglichst am ersten Krankheitstag einen Arzt auf
- Lassen Sie sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen
Schritt 3: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung fristgerecht vorlegen
- Die AU muss spätestens am dritten Kalendertag nach Krankheitsbeginn beim Arbeitgeber vorliegen
- Bei Kündigung ggf. lieber frühzeitig einreichen, um keine Zweifel aufkommen zu lassen
Schritt 4: AU an den Arbeitgeber senden
- Übermitteln Sie die AU entweder persönlich, per Post oder per E-Mail (wenn vereinbart)
- Bewahren Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen auf
Schritt 5: Krankenkasse informieren
- Senden Sie eine Kopie der AU an Ihre Krankenkasse, damit die Lohnfortzahlung geregelt ist
4. Besondere Hinweise bei Krankheit während der Kündigungsfrist
- Auch während der Kündigungsfrist sind Sie verpflichtet, Ihre Krankheit unverzüglich zu melden
- Die Kündigung wird durch Krankheit nicht unwirksam, die Fristen bleiben bestehen
- Nutzen Sie die Zeit, um sich ggf. über Ihre Rechte zu informieren (z.B. mit unserem KI-Tool)
5. Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Zu spät melden: Warten Sie nicht zu lange mit der Krankmeldung oder der Vorlage der AU
- Keine Kopie aufbewahren: Bewahren Sie immer eine Kopie der AU auf, um Nachfragen zu vermeiden
- Krankmeldung nur mündlich: Schriftliche Bestätigung ist immer besser, Dokumentation schützt
- AU nicht an Krankenkasse senden: Vergessen Sie nicht die Krankenkasse, sonst droht kein Krankengeld
6. Tipps und Best Practices
- Rufen Sie frühzeitig beim Arbeitgeber an, auch wenn Sie noch keine AU haben
- Nutzen Sie E-Mail für die Übermittlung der AU, wenn der Arbeitgeber zustimmt
- Dokumentieren Sie alle Kontaktversuche und senden Sie Nachweise per Einschreiben, falls nötig
- Informieren Sie sich parallel zu Ihrer Krankmeldung über Kündigungsfristen und Klagefristen
7. Troubleshooting: Was tun, wenn es Probleme gibt?
AU wird vom Arbeitgeber nicht anerkannt
- Prüfen Sie, ob die AU rechtzeitig und ordnungsgemäß eingereicht wurde
- Wenden Sie sich ggf. an die Krankenkasse oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht
Arbeitgeber verlangt nachträglich AU
- Reichen Sie diese schnellstmöglich nach
- Halten Sie den Kontakt schriftlich fest
Kündigung und Krankheit gleichzeitig – was beachten?
- Kündigungsfristen laufen auch bei Krankheit weiter
- Prüfen Sie mit unserem KI-Tool Ihre Kündigung und handeln Sie innerhalb der Klagefrist von 3 Wochen
Fazit
Eine ordnungsgemäße Krankmeldung und die fristgerechte Einreichung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sind nach einer Kündigung besonders wichtig. So schützen Sie Ihre Rechte, sichern Ihren Anspruch auf Lohnfortzahlung und vermeiden unnötigen Ärger. Bleiben Sie strukturiert, informieren Sie Arbeitgeber und Krankenkasse rechtzeitig und nutzen Sie Hilfsmittel wie unser KI-Tool, um Ihre Kündigung zu verstehen und Fristen einzuhalten.
Handeln Sie jetzt, um Ihre Ansprüche zu sichern – auch in stressigen Zeiten!
Bei Fragen zur Kündigung oder Unsicherheiten empfehlen wir, sich an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht oder Ihre Gewerkschaft zu wenden.